Angelsportverein Werne - Lippetal e. V.

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Prüfung

Fischereiprüfung NRW

 

In Nordrhein-Westfalen und in anderen Bundesländern ist die Befugnis der Fischereiausübung grundsätzlich an die erfolgreiche Ablegung einer Fischerprüfung gebunden (vgl. § 31 Abs. 3 LFischG). Die Fischerprüfung wird nach den Vorschriften der Fischerprüfungsordnung bei den unteren Fischereibehörden abgelegt, in den meisten Fällen zweimal im Jahr. Jährlich werden in Nordrhein-Westfalen etwa 16.000 Fischerprüfungen durchgeführt. Davon bestehen rund 90 % der Prüflinge im ersten Anlauf. Die Verordnung über die Fischerprüfung (Fischerprüfungsordnung) ist Ende 1997 geändert worden und am 1. Juli 1998 in Kraft getreten. Belange des Natur- und Artenschutzes wurden stärker berücksichtigt. Völlig überarbeitet wurde der praktische Prüfungsteil. Neben der Einführung eines Punktesystems für das Zusammenbauen bzw. Zusammenstellen des Angelgerätes mit Zubehör wird nunmehr in Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland die Fischartenkenntnis anhand von Bildtafeln überprüft. Auf mindestens vier von sechs nach dem Zufallsprinzip gezogenen Bildtafeln müssen die Prüflinge die abgebildete Art richtig erkennen. Im Übrigen bleibt es trotz einiger Änderungen bei Inhalt und Gliederung beim Multiple-Choice-Verfahren im schriftlichen Prüfungsteil mit jeweils einer richtigen Lösung für jede Frage. Kenntnisse der Fischereiausübung sollen Tierschutzkenntnisse zum schonenden Umgang mit der Kreatur einschließen. Deshalb besteht in Nordrhein-Westfalen die grundsätzliche Pflicht, vor Erwerb eines Fischereischeins eine Fischerprüfung abzulegen. Diese beinhaltet auch insbesondere in der neuen Fassung vom 6.Juni 1993 - Tierschutzaspekte. Die Fischerprüfung ist als Sachkundenachweis im Hinblick auf die von der Tierschutzseite geforderte fachliche Qualifikation anerkannt.Die Gebühren für die Ablegung der Fischerprüfung (ohne Vorbereitungslehrgänge etc.) belaufen sich zur Zeit auf 50,- Euro pro Prüfling.

Voraussetzungen für die amtliche Fischerprüfung in Nordrhein-Westfalen:

Theoretische Prüfung

Fragebogen mit 60 Fragen ( ausgewählt aus insgesamt 341 Fragen ) aus folgenden 6 Fachgebieten. Pro Fachgebiet werden 10 Fragen gestellt.           

                                              Fachgebiete                                                    

Allgemeine Fischkunde, Spezielle Fischkunde, Gewässerkunde und Fischhege, Natur- und Tierschutz, Gerätekunde, Gesetzeskunde

Mindestens 45 Fragen müssen richtig sein, davon mindestens 6 Fragen aus jedem Fachgebiet.

Praktische Prüfung

Von 44 Bildtafeln werden 6 nach dem Zufallsprinzip dem Prüfling vorgelegt, hiervon müssen 4 richtige Artennamen benannt werden.

Aal; Äsche; Amerikanischer Flusskrebs; Bach/Flussneunauge; Bachforelle; Bachsaibling; Bachschmerle; Barbe; Bitterling; Brassen; Döbel; Dreistacheliger Stichling; Elritze; Europäischer Flusskrebs; Flunder; Flussbarsch; Giebel; Groppe; Gründling; Güster; Hasel; Hecht; Dorsch; Karausche; Kaulbarsch; Lachs; Makrele; Meerforelle; Moderlieschen; Nase; Quappe; Rapfen; Rotauge; Regenbogenforelle; Rotfeder; Schlammpeitzger; Schleie; Schneider; Steinbeißer; Ukelei; Wels; Wildkarpfen; Zander und Zwergstichling.

Aus den praktischen Aufgaben 1 bis 10 wird eine Aufgabe vergeben.

Von möglichen 28 Punkten müssen mindestens 25 erreicht werden.

Dieses Zubehör muss der Angler unbedingt beim Angeln bei sich haben:

Unterfangkescher, Zentimetermaß, Schlagholz, Messer, Hakenlöser

1. Stellen Sie eine beringte leichte Angelrute zum Fang von Rotaugen, Rotfedern und Brassen und das weitere notwendige Zubehör waidgerecht zusammen.

Stipprute zum Fang von Brassen und Rotaugen

leichte beringte Stipprute mit einem Wurfgewicht von ca. 20 Gramm und einer Länge von ca. 5 Meter, kleine Stationärrolle, Hauptschnur mit einer Tragkraft von 2 - 6 kg , Schwimmer als Bissanzeiger, Vorfach (Tragkraft geringer als die Hauptschnur) mit einem Schlaufenknoten an der Hauptschnur befestigt.

 

2. Stellen Sie eine Schwingspitzenrute zum Fang von Rotaugen, Rotfedern und Brassen und das weitere notwendige Zubehör waidgerecht zusammen.

Schwingspitzenrute zum Fang von Rotaugen, Rotfedern und Brassen

leichte beringte Stipprute mit Schwingspitze ( Zitterspitze, Bibberspitze ) einem Wurfgewicht von ca. 20 Gramm, kleine Stationärrolle, Hauptschnur mit einer Tragkraft von 2 - 6 kg, Vorfach (Tragkraft geringer als die Hauptschnur) mit einem Schlaufenknoten an der Hauptschnur befestigt

 

3. Stellen Sie eine Angelrute zum Fang von Karpfen und das weitere notwendige Zubehör waidgerecht zusammen.

Angelrute zum Fang von Karpfen

kräftige Rute mit einer Länge von ca. 3 Meter und einem Wurfgewicht von ca. 40 bis 80 Gramm, mittlere Stationärrolle, Hauptschnur mit einer Tragkraft von 9 - 17 kg , Schwimmer als Bissanzeiger, Vorfach (Tragkraft geringer als die Hauptschnur), Haken der Größe 6 und größer.

 

4. Stellen Sie eine Grundrute zum Fang von Aalen und das weitere notwendige Zubehör waidgerecht zusammen.

Grundrute zum Fang von Aalen

kräftige Rute mit einer Länge von ca. 3 Meter und einem Wurfgewicht von ca. 60 Gramm, mittlere Stationärrolle, Hauptschnur mit einer Tragkraft von 9 - 17 kg, Laufblei auf der Hautschnur, Karabinerwirbel der Größe 10 , Vorfach (Tragkraft geringer als die Hauptschnur), bei der Grundrute dienen die Rutenspitze und die Schnur als Bissanzeiger

 

5. Stellen Sie eine Spinnrute zum Fang von Hechten und das weitere notwendige Zubehör waidgerecht zusammen.

Spinnrute zum Fang von Hechten

kurze, kräftige Rute mit einer Länge von ca. 2,40 Meter, große und kräftige Stationärrolle, Hauptschnur mit einer Tragkraft von 9 - 17 kg, Stahlvorfach mindestens 15 cm bei künstlichen Ködern wie Blinker, Spinner, Wobbler, Gummifische und Twister, Rachensperre als zusätzliches Zubehör

 

6. Stellen Sie eine Spinnrute zum Fang von Barschen und das weitere notwendige Zubehör waidgerecht zusammen.

Spinnrute zum Fang von Barschen

leichte, kurze Rute mit einer Länge von ca. 2,10 Meter und einem Wurfgewicht von ca. 30 Gramm, mittlere Stationärrolle, am Ende der Hauptschnur ein kleiner Wirbel der Größe 10, kurzes Stahlvorfach ca. 15 cm mit künstlichen Ködern wie Blinker, Spinner, Wobbler, Gummifische und Twister, jedoch in kleinerer Form als beim Hechtfischen

 

7. Stellen Sie eine Fliegenrute zum Fang von Forellen (Trockenfischen) und das weitere notwendige Zubehör waidgerecht zusammen.

Fliegenrute für Trocken- und Nassfischen

sehr leichte und dünne Fliegenrute, Fliegenrolle mit spezieller Fliegenschnur (schwimmend; zum Trockenfliegenfischen), spezielles Fliegenvorfach ca. 2,70 Meter lang, knotenlos verjüngt und abgestimmt auf Trocken wie die Hauptschnur, als zusätzliches Zubehör ist der Watkescher erforderlich. Je nach Aufgabenstellung dienen schwimmende künstliche Fliegen  als Köder.

 

8. Stellen Sie eine Fliegenrute zum Fang von Forellen (Nassfischen) und das weitere notwendige Zubehör waidgerecht zusammen.

Fliegenrute für Trocken- und Nassfischen

sehr leichte und dünne Fliegenrute, Fliegenrolle mit spezieller Fliegenschnur (sinkend; zum Nassfliegenfischen), spezielles Fliegenvorfach ca. 2,70 Meter lang, knotenlos verjüngt und abgestimmt auf  Nassfischen wie die Hauptschnur, als zusätzliches Zubehör ist der Watkescher erforderlich. Je nach Aufgabenstellung dienen  sinkende künstliche Fliegen  als Köder.

 

9. Stellen Sie eine Angelrute zum Fang von Dorschen und das weitere notwendige Zubehör waidgerecht zusammen.

Pilkrute zum Fang von Dorschen

kurze kräftige Rute mit einer Länge bis zu 2,70 Meter und einem Wurfgewicht bis zu 250 Gramm, Multirolle (stehend montiert), Hauptschnur mit einer Tragkraft von ca. 20 kg, Hochsee-Karabinerwirbel der Größe 1/0 - 3/0, als Köder kommt der Pilker zum Einsatz und als zusätzliches Zubehör ist das Gaff erforderlich

 

10. Stellen Sie eine Brandungsrute zum Fang von Plattfischen und das weitere notwendige Zubehör waidgerecht zusammen.

Brandungsrute für Plattfischfang

kräftige Rute mit einer Länge von ca. 4 Meter und einem Wurfgewicht bis zu 250 Gramm, große Stationärrolle, Hauptschnur mit einer Tragkraft von ca. 11,3 Kilo, als Wurfgewicht ein Birnenblei, Karabinerhaken mit Wirbel am Ende der Hauptschnur, spezielles Vorfach ( sogenanntes Paternostersystem ) mit mehreren Haken an Seitenarmen, Wirbelblei am Ende des Vorfach.